HERFORD - aktuell


Arbeitsmarkt braucht grundlegende ReformenHerford -

Eigentlich haben wir im Kreis Herford Vollbeschäftigung.

Nur können Viele von ihrer Arbeit nicht leben. Bei dem genauen Betrachten der Internetseiten der Agentur für Arbeit kann der Betrachter Erschreckendes feststellen. Link zur passenden Stelle

Sie können es selbst nachrecherchieren. Geben Sie mal in der Suchmaske für offene Stellen nur den Filter Herford ein, also nur Stellenangebote aus Herford und schauen sich das Ergebnis an.

Was fällt Ihnen auf? Das Arbeitsamt vermittelt zu 80% gar keine offenen Stellen.

Sondern leitet Offerten weiter zu Zeitarbeitsfirmen. Ist da System dahinter? Ist das in Ordnung?

Wird ein Arbeitsloser nicht gleich in die prekäre Arbeitssituation gedrängt?

Falls die Zeitarbeitsfirmen dann einen Job vermitteln, falls, dann bekommt die Zeitarbeitsfirma auch noch eine schöne Vermittlungsprovision.

Macht die Arbeitsagentur nur ihren Job?

Der Arbeitsmarkt braucht grundlegende Reformem

„Langzeiterwerbslose, ältere Erwerbslose und erwerbslose Menschen mit Behinderungen haben immer noch nur geringe Jobchancen. 1,2 Millionen Erwerbstätige müssen ihren Lohn mit Hartz IV aufstocken. 3,1 Millionen Menschen gehen mehr als nur einem Job nach, um über die Runden zu kommen. Mehr als jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte arbeitet zu einem Niedriglohn. Mittlerweile gibt es über eine Million Leiharbeitskräfte. Der Arbeitsmarkt befindet sich in krasser Schieflage mit Millionen Menschen, die in prekären Verhältnissen leben müssen und von der Bundesregierung einfach abgeschrieben werden. Grundlegende Reformen am Arbeitsmarkt sind notwendig“, erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. Zimmermann weiter:

„Ein ‚Weiter so‘ darf es in der Arbeitsmarktpolitik nicht geben. Arbeit muss wieder existenzsichernd werden. Der Mindestlohn muss auf zwölf Euro erhöht werden und ohne Ausnahmen gelten. Leiharbeit muss verboten, Minijobs müssen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überführt werden. Es müssen wieder mehr Menschen Zugang zur Arbeitslosenversicherung erhalten, auch die Bezugsdauer, insbesondere für Ältere, muss verlängert werden. Erwerbslose müssen eine sinnvolle Unterstützung erhalten, anstatt aufs Abstellgleis geschoben zu werden. Dazu gehört die Einführung eines Rechtsanspruches auf Weiterbildung und ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor zu existenzsichernden Löhnen.“

(Text und Foto: Herford-aktuell)