HERFORD - aktuell


Entsetzt über die massive PolizeigewaltHerford -

Massive Proteste gegen die AfD im HudL - Teilnehmer*innen der Protestveranstaltung entsetzt über massive Polizeigewalt

Massive Polizeigewalt im HudL

Rund 200 Menschen haben gestern Abend friedlich und bunt gegen eine Veranstaltung der AfD im Haus unter den Linden in Herford demonstriert.

Im Vorfeld hatten sich ca. 30 Antifa-Aktivist*innen im Treppenhaus verbarrikadiert und so durch eine friedliche Blockade die Veranstaltung der AfD deutlich hinausgezögert. Da die AfD trotz Angebot eines alternativen Raumes auf der Nutzung des Saales bestand räumte die Polizei unter Einsatz drastischer Gewalt die Blockade. Aktivist*innen wurden unter Tritten ins Freie befördert und dort auf den vom Regen aufgeweichten Boden gedrückt. Arme wurden verrenkt, Hände auf Mund und Nase gedrückt. Aus Reihen der Polizei waren Beleidigungen und Provokationen zu vernehmen.

Die Kreissprecherin und Bundestagsabgeordnete der Linken in Herford, Inge Höger, nahm auch an dem Protest teil: “Die Herforderinnen und Herforder haben heute ein starkes Zeichen gegen Nationalismus und Rassismus gesetzt. Das HudL ist ein Ort der Begegnung und Vielfalt. Die AfD hat hier nichts verloren. Ich habe mich sehr gefreut wie viele Menschen aus der Mitte der Gesellschaft an dem Protest teilgenommen und sich mit der Blockade im Haus solidarisiert habe"

"Das Vorgehen mancher Polizeikräfte hat mich allerdings schockiert.“

Die Teilnehmer*innen der Demonstration, welche aus verschiedensten Organisationen, Parteien und der Mitte der Gesellschaft zahlreich erschienen sind, protestierten lautstark und vehement gegen die rassistische und nationalistische AfD-PräsenZ in dem bunten und weltoffenen Haus unter den Linden. Nach Beginn des brutalen Polizeieinsatzes richtete sich der Protest auch gegen das Verhalten der Polizei.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Herforder Kreistag, Fabian Stoffel, war ebenfalls vor Ort: „So einen brutalen Polizeieinsatz wie heute habe ich in Herford noch nicht mehr erlebt. Die Art und Weise wie manche Polizeikräfte mit einigen jungen Leuten umgegangen sind, ist skandalös. Ich bin selbst Zeuge von Gewalt und Beleidigungen geworden. Dieses Vorgehen darf nicht ohne Folgen bleiben. Ich werde dies im Kreistag zum Thema machen. Der Landrat als Chef der Polizei muss hier einschreiten. Die Identität von gewalttätigen Beamtinnen und Beamten muss offen gelegt werden damit Anzeigen gestellt werden können.“ (Pressemeldung der Partei "Die Linke")