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Etwas länger gedauertHerford -

Digitaler Funkverkehr startet im Kreis Herford


Drei Jahre lang hat die Auf- und Ausbauphase gedauert – nun folgt die Umstellung von analogen auf digitalen Funkverkehr im Kreis Herford.

Vom Digitalfunk verspricht der Kreis sich in Vergleich zur analogen Variante einige entscheidende Verbesserungen. Mehr Kanäle bzw. Rufgruppen sollen eine bessere Zusammenarbeit bei großen kreisweiten Schadenslagen wie Unwettern gewährleisten. Außerdem ist das System durch die verschlüsselte Übertragung abhörsicher. Auch eine bessere Verständigung in Bereichen mit schwachem Funksignal und eine geringere Störungsanfälligkeit stellen Vorzüge dar. Durch das sog. „Zeitschlitzverfahren“, bei dem auf einer Frequenz mehrere Gespräche stattfinden können, ist der Digitalfunk effizienter.

Zukünftig angewendet wird der digitale Funk in der Kommunikation von Einsatzkräften aus verschiedenen Bereichen von Polizei, Feuerwehr, DRK, TWW und DLRG. Insgesamt wurden als Vorbereitung auf den Digitalfunk ca. 2000 Teilnehmer in den vergangenen Jahren ausgebildet, weitere Informationsveranstaltungen und Mentorenschulungen kommen hinzu.

Die Infrastruktur für den Digitalfunkbetrieb wurde im Jahr 2014 von der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) ausgebaut. Bereits im Laufe des nächsten Jahres wurde ein Großteil der Fahrzeuge im Kreis mit entsprechenden Geräten bestückt. Auch 325 neue Handsprechgeräte kamen zum Einsatz, bis Ende 2015 die Probephase für den Digitalfunk endete. Nach den positiven Erkenntnissen wurde die digitale Variante dann ab 2016 bereits zusätzlich zum Analogfunk verwendet, bis diese ab dem 12. August dieses Jahres nun endgültig vom Digitalfunk abgelöst wird. Betreut wird der Funkbetrieb von einer kreiseigenen Stelle.