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Herforder Segler als Skipper im längsten Hochsee Rennen der Welt nominiert

 

Chris Kobusch, 32, aus Herford, Nord Rhein Westfalen, Deutschland ist als einer von zwölf Skippern ernannt worden, die im 40.000 Seemeilen langen 2017-18 Clipper-Round-The-World-Yacht-Race je ein Team durch Mutter Naturs teils härteste Umgebungen leiten werden.

Chris ist der zweite deutsche Skipper in der 20-jährigen Geschichte des Clipper-Round-The-World-Yacht-Race. In England trainiert er zur Zeit die am Rennen teilnehmenden Crews und bereitet sie auf den Start im August vor. “Das erste Mal habe ich vom Clipper Rennen gehört, als ich Sir Robin Knox-Johnstons Buch circa ein Jahr nach dem Start meiner Segelkarriere las. Dies hat mich sehr inspiriert und mich veranlasst, online mehr über ihn und seine Reisen herauszufinden. Darüber bin ich dann auf das Clipper Rennen gestossen, welches ich sehr beeindruckend fand, mir aber nie hätte träumen lassen dieses selbst einmal als Skipper zu segeln.”

“Es ist fantastisch, wie enthusiastisch die Crews sind! Es macht unglaublich viel Spass mit ihnen zu segeln, sie zu trainieren. Ich kann es kaum erwarten, diesen Sommer wieder mit ihnen aufs Wasser zu gehen um diese großartige Herausforderung anzupacken!”

Während seines Zivildienstes in einem Kindergarten in Kapstadt begann Chris mit dem Segeln und entwickelte dort seine Liebe für die See. In 2009 kam er zurück nach Süd Afrikaum um seine RYA Yachtmaster Lizenz zu erwerben und seine Karriere als Segler zu starten.

Mit mehr als 70.000 Seemeilen im Logbuch hat Chris weltweit gesegelt und gearbeitet und dabei schon einige der Clipper Routen und Häfen zum Beispiel in Süd Africa, China, England und Australien angelaufen. Während seiner Zeit als Segellehrer im Clipper Schulungszentrum in Sydney in 2015 nahm er dort auch am Rolex-Sydney-Hobart-Yacht-Race als Navigator teil und war dabei im direkten Wettbewerb mit Sir Robin Knox-Johnston, seiner Inspirationsquelle.

Das Clipper Rennen wurde von Sir Robin Knox-Johnston gegründet, der als erster Mensch vor fast 50 Jahren allein und ohne Zwischenstop um die Welt segelte. Das Rennen ist deshalb einzigartig, weil die gesamte Crew aus Amateuren besteht und nur der Skipper Profi ist.

Über den Auswahl Prozess sagt Sir Robin: “Die Rolle des Clipper Renn Skippers ist einer der härtesten, aber auch dankbarsten und interessantesten Jobs, die in der Segelindustrie existieren. Die Skipper müssen nicht nur hochqualifizierte und fähige Segler seien, um die unermüdliche Herausforderung einer Weltumseglung zu meistern, sondern sie müssen zudem auch noch ausgezeichnete Lehr- und Führungsqualitäten haben.”

“Ich wünsche Chris und seinem Team alles Gute für ihre 2017-18 Clipper Renn Kampangne.”

Auf die Frage, worauf er sich am meisten beim Rennen freut, antwortete Chris: “Unter Spinnaker grosse Wellen zu surfen macht mir beim Segeln am meisten Spass. Daher werde ich wahrscheinlich auf der dritten Teilstrecke von Süd Africa nach Australien, die hinunter in den Süd Ozean geht, das grösste Grinsen im Gesicht haben!”
Die Clipper Renn Crews repräsentieren mehr als 40 verschiedene Länder. Die Teilnehmer können entscheiden, ob sie die gesamte Weltumsegelung oder eine oder mehrere der acht Teilstrecken segeln. Als einziger Profi an Bord leitet der Skipper dabei sein Team sicher um die Welt.

Das nächste große Ereignis in der Rennvorbereitung ist die erstmalige Zuteilung der Crews und Skipper zu ihrem Team, welches in der Stadthalle von Portsmouth am 20ten Mai stattfindet.

Zur Zeit werden ausser Chris 20 weitere deutsche Crew Mitglieder an der Startlinie zum 2017-18 Clipper Rennen sein. Zuschauer können sich auf ein spektakuläres und einzigartiges Segelereignis freuen.

Während der elf Monate dauernden Hochsee Odyssee wird die Flotte 14 verschiedene Häfen auf sechs Kontinenten anlaufen, bevor das Team mit der höchsten Gesamtpunktzahl am Ziel die Clipper Renn Trophäe erhält. (Text und Bild: Team clipper-ventures.com )


Über das Clipper Round The World Yacht Race:

Das Clipper Round The World Race ist das längste Ozean Abenteuer der Welt und gilt gleichzeitig als eine der härtesten Herausforderungen an Ausdauer und Geduld auf unserem Planeten. Die 40.000 Seemeilen und fast ein Jahr lange Reise treten die zwölf Teams auf der weltweit größten Flotte von identischen 70 Fuss Hochsee Rennyachten an.

Gegründet wurde das Clipper Rennen 1996 von Sir Robin Knox-Johnston, der ersten Person , die allein ohne Zwischenhalt im Jahr 1968-69 um die Welt segelte. Sein Ziel war es Jedermann, unabhängig von vorheriger Segelerfahrung, die Möglichkeit zu bieten, den Nervenkitzel eines Hochsee Rennens zu erleben. Für Amateur Segler ist es damit das einzige Event seiner Art. Circa 40 Prozent der Crew sind absolute Beginner und haben noch nie zuvor gesegelt. Sie müssen deshalb vor ihrem Abenteuer ein sehr umfassendes Trainings Programm durchlaufen.

Diese einzigartige Herausforderung bringt alle zusammen, von Managern über Taxi Fahrer, Krankenschwestern und Feuerwehrleuten, Bauern, Piloten und Studenten. Jeder ab dem 18ten Lebensjahr kann die härtesten Bedingungen von Mutter Natur herausfordern. Es gibt keine Altersobergrenze - der bisher älteste Teilnehmer war 74 Jahre.

Ob man sich nun entscheidet an der gesamten Weltumsegelung, an einer oder mehreren Teilstrecken teilzunehmen; durch die Überquerung von einigen der wildesten Ozeanen der Welt hat jedes Crew Mitglied etwas Aussergewöhnliches erreicht.
Die gesamt Route ist in eine Serie von globalen Rennen aufgeteilt, bei der eine maximal Punktzahl von zwölf Punkten für den jeweiligen Sieger und von da an absteigend bis zu einem Punkt für den zwölften Platz erzielt werden können. Das Team mit der am Ende höchsten Gesamtpunktzahl aus allen Rennen gewinnt die Serie und damit die Clipper Renn Trophäe.
Die nächste Edition des Rennens started im August 2017.

Die Redaktion von Herford-aktuell bleibt dran am Thema