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Neue Ausbildungsplätze für den Kreis HerfordHerford -

Das Zauberwort heißt Verbundausbildung - Facharbeitermangel für die Zukunft droht. Viele kleine Betriebe möchten sich der Ausbildung von jungen Leuten neu widmen. Oftmals schaffen sie es aber nicht, die gesammte Palette der komplexen Berufsausbildung abzubilden und unterlassen dadurch den nötigen Schritt. Mit einer Verbundausbildung geht es trotzdem.

Bei diesem komplexen Thema der Vermittlung, Beratung und Zusammenführung aller Beteiligten hilft die IWKH (Initiative Wirtschaftstandort Kreis Herford e.V.), die jetzt Ihren Umzug in den Verwaltungstrakt im Marta bezogen hat.

 Verbundausbildung im Kreis Herford fördern - Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e. V.

Gemeinsam für Ausbildung (v. l.): Marco Siekmann, digicolor, Auszubildender bei digicolor Pascal Scarpato, Alexander Fürst, Kerstin Krämer und Elisabeth Hoffmann-Gallhoff (alle drei IWKH), Landrat Jürgen Müller, Rüdiger Meier, IWKH.


Mit der Verbundausbildung schafft die IWKH im Auftrag des Kreises seit Jahren zusätzliche Ausbildungsstellen.

Der Kreis Herford und die Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e. V. (IWKH) gehen erneut zusammen das Thema Ausbildung an – die Verbundausbildung, der widufix-lauf und die widustifte sind für die nächsten 3 Jahre gesichert.

Der Landrat hat sich das Thema Ausbildung auf die Fahnen geschrieben, denn die Situation ist kritisch: Im Februar 2017 suchen noch über 200 junge Menschen einen Ausbildungsplatz, hier für brauchen wir dringend Lösungen“, so Müller.

Allein im Rahmen der Verbundausbildung wurden von der Wirtschaftsinitiative über 150 Berufsausbildungsverträge abgeschlossen. Viele der Jugendlichen haben die Chance genutzt und einen Berufsabschluss erworben, der ihnen den Start ins Berufsleben sehr erleichtert.

Z.B. Pascal Scarpato, der im ersten Jahr seiner Ausbildung zum Mechatroniker ist, brachte es auf den Punkt: „Ich habe auf der website der IWKH gesehen, dass es die Verbundausbildung gibt, dann angerufen, dann das erste Gespräch gehabt, ein zweites folgte und dann hatte ich ruckzuck meinen Ausbildungsplatz in der Tasche – total unkompliziert!“

Sein Hauptausbilder Marco Siekmann von digicolor Geselsschaft für Kunststoffmaschinentechnik mbH meinte ebenfalls kurz und bündig: „Ich habe es so erlebt, jemand sagte zu mir: Rufen Sie doch mal bei der IWKH an, da geht doch bestimmt noch was!, so habe ich meinen Auszubildenden gefunden.“

Zweiter Verbundbetrieb ist die Firma Wendik Pumpen-Service GmbH – die beiden Unternehmen liegen nur einen guten Kilometer auseinander, das ist natürlich optimal.
Das Ausbildungsmodell der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e. V. unterstützt besonders kleine und mittelständische Unternehmen, indem die Verwaltung und Vermittlung der Ausbildung auf mehrere Schultern verteilt werden.

Und das funktioniert so: Die Ausbildungsbetriebe und die IWKH schließen für zusätzliche Ausbildungsplätze einen Kooperationsvertrag ab. Die IWKH steuert die Ausbildung, schließt den Ausbildungsvertrag ab und entlastet die Betriebe, weil sie alle administrativen Aufgaben übernimmt.

Der praktische Teil der Ausbildung erfolgt in den Partnerbetrieben. Den theoretischen Teil absolvieren die Auszubildenden, wie bei der dualen Ausbildung uüblich, in der jeweils zuständigen Berufsschule. „Auszubildende erhalten durch das System der Verbundausbildung eine größere Berufserfahrung, lernen zwei statt ein Unternehmen kennen, und erlangen so noch mehr Kompetenz und soziale Erfahrung“, erklärt Kerstin Krämer, Geschäftsführerin der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e. V.


Seit 2005 richtet die Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e.V. unter dem Namen widufix-lauf einen Sponsorenlauf aus, um zusätzliche Ausbildungsplätze zu finanzieren (die Startgelder und Spenden der Hauptsponsoren werden dafür eingesetzt). Dabei kommt es nicht auf die sportliche Höchstleistung an, vielmehr steht der gute Zweck im Vordergrund und natürlich die Idee, Menschen zu bewegen.

Auf diese Weise konnten allein im vergangenen Jahr durch die Start- und Sponsorengelder 13 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden. „Der diesjährige widufix-lauf findet am 8. Juli in Spenge statt und ich gehe davon aus, dass wir wieder erfolgreich sind" sagte Rüdiger Meier, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung und Bürgermeister von Kirchlengern.

"Wir möchten auch in diesem Jahr wieder die magische Grenze von 2000 Teilnehmenden knacken, denn genau solche Aktionen zeigen: Miteinander sind wir stärker – jeder kann etwas dafür tun, um jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern.

Wenn wir durch eine besondere Maßnahme wie den widufix-lauf helfen können, dann ist viel gewonnen“, berichtet Landrat Jürgen Müller, der am 8. Juli 2017 in Spenge wieder die Schirmherrschaft übernimmt.


Im Kreis Herford gibt es nach wie vor mehr Bewerber als Ausbildungsstellen. widustifte greift eben dieses Problem auf. Das Projekt der kreiseigenen Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ unterstützt zusätzliche Ausbildungsplätze durch Zuschüsse Betriebe, die erstmals oder zusätzliche ausbilden, erhalten für die Dauer der Ausbildung aus Stiftungsgeldern einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 100 Euro.


Die Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e.V. (IWKH) ist ein Zusammenschluss von heimischen Unternehmen, Verwaltungen, Freunden und Förderern. Gemeinsam setzen sie wichtige Impulse für den Wirtschaftsstandort und leisten durch ihr Engagement einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsförderung – und das schon seit 21 Jahren. Eines der wichtigsten Ziele ist dabei, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen sowie die Wirtschaftskraft der Region zu stärken. Aktuell zählt die IWKH 501 Mitglieder, denen sie in den verschiedensten Bereichen und Fragestellungen wichtige Unterstützung bietet.


Der Kreis Herford beschäftigt zurzeit rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Kreisverwaltung gliedert sich in Dezernate, in denen verschiedene Aufgaben und Zuständigkeiten des Kreises zusammengefasst sind. Zum Kreis Herford gehören neun kreisangehörige Städte und Gemeinden mit rund 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Der Landrat, Jürgen Müller, ist Vorsitzender des Kreistages (oberstes Entscheidungsorgan des Kreises), Leiter der Kreisverwaltung. Er vertritt den Kreis nach außen. Die Verwaltung erledigt gesetzliche und freiwillige Aufgaben und führt die Beschlüsse des Kreistages aus.
Dem Landrat ist auch die Kreispolizeibehörde unmittelbar unterstellt.
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