HERFORD - aktuell


Rundgang zu „Orten jüdischen Lebens“Bünde -

Im November jährt sich die Pogromnacht von 1938 zum 79. Male. Die Distanz zu den Geschehnissen wird immer größer und aktuelle politische Tendenzen mahnen vielleicht mehr als je zuvor, die Erinnerung wach zu halten. Doch es gilt sich an mehr als an die zahlenmäßig größte Opfergruppe des Nationalsozialistischen Rassenwahns zu erinnern. Es gilt sich auch an Bürger unserer Stadt zu erinnern, deren mehr oder minder tiefe Spuren bis heute zu finden sind.

 

Eingerahmt zwischen dem Hotel Schierholz links, dem Haus Rothe im Vordergrund und der ehemaligen Tischlerei Steinmeyer zur Rechten ist hier der zerstörte Torso der Bünder Synagoge – in 2. Reihe an der Eschstraße gelegen – zu erkennen.

So lädt Stadtführer Jörg Militzer, in Kooperation mit der Volkshochschule im Kreis, zu einem Rundgang auf den Spuren der ehemaligen Bünder Synagogen-Gemeinde ein. Ob nun Wohn- oder Geschäftshäuser, Fabriken, der Ort an dem einst die Synagoge stand oder schließlich der Friedhof, zahlreiche Stationen liegen auf dem ca. 2 stündigen Weg. Dabei werden nicht nur die Geschichte der Gebäude sowie die Schicksale der ehemaligen jüdischen Mitbürger erläutert, ergänzt wird das Programm durch kurze Einblicke in die jüdische Religion und Kultur.
Treffpunkt ist am Sonntag, den 5. November 2017 um 11:00 Uhr auf dem Rathausvorplatz an der Bünder Bahnhofstraße. Karten gibt es wie immer an der Tageskasse. Männliche Teilnehmer werden gebeten für den Besuch des Friedhofes eine Kopfbedeckung mitzubringen. (Text und Bild: Militzer)