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Warnstreiks der IG Metall sind konsequente Maßnahmen Beschäftigter auf das unge

Warnstreiks der IG Metall sind konsequente Maßnahmen Beschäftigter auf das ungerechte Lohn-Gewinn-Verhältnis

Von „Erpressung“ und „Machtlosigkeit der Arbeitgeber“ spricht das Handelsblatt im Zusammenhang mit den angekündigten 24-Stunden-Warnstreiks der IG Metall. Dabei verdienen die Beschäftigten der Metallindustrie Respekt dafür, dass sie sich für gerechte Löhne und die Anpassung der Arbeit an das Leben einsetzen. „Die Menschen leben nicht für die Arbeit, sondern sie arbeiten für ein würdiges Leben. Das müssen endlich auch die Arbeitgeber einsehen!“, fordert Friedrich Straetmanns, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Ostwestfalen-Lippe der Fraktion DIE LINKE.
Bis zu 90 Millionen Euro kosten Warnstreiks nach Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft die Betriebe. „Beschäftigte der Metallindustrie erarbeiten somit nachweislich täglich Millionenbeträge für ihre Arbeitgeber. Da sollen die Forderungen nach einer Lohnerhöhung von sechs Prozent und Teillohnausgleich für bestimmte Beschäftigtengruppen bei einer Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden in der Woche‚ überflüssig‘, und ‚extrem schädlich‘ sein? Eindeutig nicht.
Dass sich 65.000 Metaller in NRW an 24-stündigen Warnstreiks beteiligen wollen, ist keine Erpressung und schon gar nicht rechtswidrig, sondern eine konsequente Reaktion der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf die zunehmende Diskrepanz zwischen steigenden Gewinnen und stagnierenden Löhnen in unserem Land. Die Warnstreiks sind deutliche Zeichen aus der Bevölkerung, dass die Wende hin zu einer arbeitnehmerfreundlichen Politik überfällig ist!
Ich unterstütze daher die Beschäftigten der Metallindustrien in Ostwestfalen-Lippe, wie auch in ganz Nordrhein-Westfalen.
Und appelliere sowohl an die Arbeitgeber wie auch an die Politik, endlich Arbeitnehmerinteressen in den Vordergrund unseres Wirtschaftssystems zu stellen!“ Foto: IG-Metall