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„Wir wollen ein Netzwerk aufbauen“Herford -

Die SPD Abgeordneten Stefan Schwartze und Christian Dahm haben sich über die Arbeit im Projekt „Demokratie leben!“ informiert

Die SPD Abgeordneten Stefan Schwartze und Christian Dahm haben sich über die Arbeit im Projekt „Demokratie leben!“ informiert

v.l. Christian Dahm, Daniela Menke, Cihan Akbaba und Stefan Schwartze im Austausch über das Projekt „Demokratie leben!“. Foto: Büro Schwartze.

Die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle in Herford Daniela Menke und Cihan Akbaba sind schon ein eingespieltes Team. In den Räumlichkeiten des Jugendzentrums „Tott“ berichteten sie ihren Besuchern in einem langen Gespräch von der Fachstelle über ihre Tätigkeit für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Ihre Arbeit basiere auf der Idee, dass die sie die vorhandenen Gruppen und Vereine in Herford, die sich in ihrer Arbeit mit Radikalisierungsprävention in Bezug auf zum Beispiel Rechtsextremismus und Salafismus und Demokratieförderung beschäftigen, vernetzen.

Um die Vernetzung gut zu organisieren und aufzubauen wurde ein Begleitausschuss mit Vertretern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen gegründet. Teilnehmen dort zum Beispiel Mitarbeiter der Polizei, Jugendliche und Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Gleichzeitig organisiert die Fachstelle mehrmals im Jahr ein „Jugendforum“. Dort werden aktuelle Themen und Fragen von Schülern, Studenten und Auszubildenden diskutiert und die Ergebnisse direkt in die Arbeit des Netzwerks eingespeist. „Dort finden auch Multiplikatoren-Prozesse statt“, sagt Cihan Akbaba. Die Jugendlichen mobilisieren selbstständig Freunde und Bekannte für Aktionen, die im Jugendforum besprochen werden. Bis jetzt stoßen die beiden Mitarbeiter der Fachstelle „überall auf offene Ohren und offene Türen“.

In meiner Arbeit nehme auch ich einen wieder größer werdenden Grad der Ausgrenzung gegenüber einzelnen Gruppen oder Religionen wahr. Die Möglichkeiten, die das Bundesprogramm hier in der Prävention bietet, sind sehr wichtig“, unterstützt auch Stefan Schwartze die Idee des Programms.

Christian Dahm zeigte sich vor allem von der jetzt schon   bestehenden starken Vernetzung beeindruckt: „Man erreicht immer mehr, wenn man seine Kräfte bündelt. Hier ist die Koordinierungsstelle ein guter Knotenpunkt, an dem viele Anstrengungen und Ideen zusammenkommen können.“

Cihan Akbaba und Daniela Menke gehen auch direkt in die Herforder Schulen. Dort arbeiten sie mit den Schülern zu Themen, die sich auf die Förderung des Demokratieverständnisses beziehen. „Es war erst schwierig, dass die Schulen uns auch in ihrer Arbeit mitdenken“, sagt Daniela Menke über die Zusammenarbeit mit den Schulen. Mittlerweile funktioniere das aber gut. Vorrangige Aufgabe der Fachstelle ist es auch Anträge von Vereinen oder Einzelpersonen zu bearbeiten, die eine Förderung ihrer Veranstaltungen und Ideen durch das Bundesprogramm beantragen. „Es gibt eigentlich immer genug Anträge“, so Menke.

Die Partnerschaft zum Bundesprogramm bietet vielfältige und flexible Förder- und Arbeitsmöglichkeiten für die Fachstelle in Herford. „Das ist auch gut so“, finden die beiden Abgeordneten. Denn Prävention hört nicht nach einem Projekt auf, sondern muss auf vielen Ebenen dauerhaft geschehen.